Planungen für den Bau einer Bioabfallvergärungsanlage

Ausgangssituation

In der ersten Förderperiode des Bundesprojektes Bioenergieregionen wurden in der Bioenergieregion Bayreuth die Potenziale an biogenen Abfall und landwirtschaftlichen Reststoffen auf Gemeindeebene analysiert und in einer Potenzialstudie (s.unten)veröffentlicht. Darüber hinaus wurden im Rahmen einer Kooperation mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf weiterführende detaillierte Untersuchungen zur energetischen Bioabfallnutzung unter technischen, logistischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten eingeleitet.

Die Detailuntersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass eine gemeinsame Biomüllentsorgungsanlage der oberfränkischen Verbandsmitglieder des ZMS sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll wäre. Da in einem ersten Standortscreening keine Standorte identifiziert werden konnten, die ein sinnvolles Wärmenutzungskonzept ermöglichten, sollte das Biogas nicht verstromt, sondern aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist werden. Für diese Technik ist jedoch eine Mindestgröße der Anlage erforderlich, die mit dem Inputmaterial aus der Region Bayreuth alleine nicht erreicht werden kann. Daher wurden auch benachbarte Gebietskörperschaften in das Projekt eingebunden.

Projektbeschreibung

Die geplante Bioabfallvergärungsanlage sollte mit einem Jahresdurchsatz von 40.000 Tonnen Bioabfälle eine Referenzanlage für Nachfolgeprojekte im Gebiet des ZMS werden. Neben der technischen Anlagenplanung war zudem die Entwicklung einer optimalen Kommunikationsstrategie vorgesehen Entscheidender Grundsatz sollte sein, dass alle Betroffenen frühzeitig eingebunden und transparent informiert werden. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollten in einem Leitfaden einfließen.

Partner

  • Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS)
  • Stadt Bayreuth
  • Landkreis Bayreuth
  • Landkreis Kulmbach
  • Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth
  • BKE Bio-Kompost-und Entsorgung GmbH und Co. Bayreuth Pegnitz KG (BKE)
  • Abfallwirtschaftsunternehmen Bayreuth – Land (AWB)
  • Mediationsexperten

Projekt nicht umgesetzt, warum?

Der Abfallzweckverband Stadt und Landkreis Hof, welcher die größten Bioabfallinputmengen zur Verarbeitung in der Vergärungsanlage beisteuern sollte, stieg als Projektpartner aus, weil er sich für den Bau einer eigenen Anlage entschieden hat. Damit mussten die Planungen von neu beginnen: Stadt und Landkreis Bayreuth und ZMS untersuchten daraufhin, welche Möglichkeiten bestehen, trotz der nunmehr geringeren Inputmengen eine Bioabfallvergärungsanlage zu errichten.

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