Fairtrade Landkreis

Der Kreistag des Landkreises Bayreuth hat am 9.12.2016 beschlossen, dass der Landkreis die Anerkennung als „Fairtrade Landkreis“ anstreben soll, um den Fairen Handel auf regionaler Ebene zu fördern. Bereits seit zwei Jahren wird bei allen Sitzungen des Kreistages, seiner Ausschüsse,  Besprechungen und in der Cafeteria im Landratsamt fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Dieses Angebot wird künftig um mindestens ein weiteres Fairtrade-Produkt ergänzt. Das Klimaschutzmanagement hat die Einrichtung einer lokalen Steuerungsgruppe gestartet und ruft Interessierte aus dem Bereich der Zivilgesellschaft und Wirtschaft/Einzelhandel auf, sich unter klima@lra-bt.bayern.de  zu melden, um in der Steuerungsgruppe oder als Multiplikatoren an dem Projekt mitwirken zu können.

 

Alle "fairen" Aktivitäten im Landkreis Bayreuth finden Sie auch als Karte hier

Die wohl bekanntesten fairtrade Logos sind:

 

Einen Vergleich der Fairtrade-Siegel hat die Stiftung Warentest vorgenommen.

 

Um die Anerkennung als Fairtrade-Landkreis zu erhalten, ist der Beschluss des Kreistages eine wichtige Voraussetzung. Darüber hinaus müssen fünf weitere Kriterien erfüllt werden, die das Engagement für den fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln.

1.       Faire Produkte in der Kreisverwaltung: Bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Landrats wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres fair gehandeltes Produkt ausgeschenkt. 

2.       Steuerungsgruppe: Eine lokale Steuerungsgruppe wird gebildet, die auf dem Weg zum Fairtrade-Landkreis die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe muss aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft bestehen. 
 

3.       Fairtrade-Produkte im Sortiment: In den lokalen Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten. Richtwert ist hier die Einwohnerzahl der Kommune. Für den Landkreis Bayreuth muss dieses Kriterium entsprechend in 21 Einzelhandelsgeschäften sowie in elf Cafés erfüllt sein.

4.        Zivilgesellschaft: Produkte aus fairem Handel sollen in mindestens einer Schulen, einem Verein und einer Kirchengemeinde verwendet werden. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt, oft im Rahmen weiterer Kampagnen von TransFair z. B. der Kampagne Fairtrade-Schools. 

5.       Medien: Die örtlichen Medien sollen von der Steuerungsgruppe über alle Aktivitäten auf dem Weg  zum Fairtrade-Landkreis informiert werden.

 

Hintergrund

Die Kampagne „Fairtrade Towns“ wird von dem gemeinnützigen Verein „TransFair — Verein zur Förderung des fairen Handels in der Einen Welt e.V“ in Deutschland seit 2009 durchgeführt.448 Städte und Landkreise sind bereits ausgezeichnet, darunter 105 Städte und Kreise in Bayern. In Oberfranken sind die Städte Bamberg, Forchheim, Kronach und Ebermannstadt als Fairtrade-Town ausgezeichnet. Landkreisweite Auszeichnungen gibt es auf oberfränkischer Ebene derzeit noch nicht. Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produzenten, insbesondere benachteiligte kleinbäuerliche Familien in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Zum Beispiel decken die festgelegten Mindestpreise die Produktionskosten und sichern so das Existenzminimum. Die gezahlten Aufschläge ermöglichen Investition in die Zukunft. Die Standards des Fairen Handels entsprechen den internationalen Standards der Fairtrade Labeling Organization International (FLO). Die unabhängige FLO-CERT GmbH mit Sitz in Bonn stellt sicher, dass die Produkte mit dem Fairtrade-Siegel nach den internationalen FLO-Standards produziert und gehandelt werden.

Weiter Informationen unter https://www.fairtrade-towns.de/startseite/?no_cache=1

 

 

 

 

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